Der Kennzahlenvergleich liefert den Leserinnen und Lesern Informationen über bundesweite Trends und Entwicklungen und dient somit als Orientierungshilfe für die eigene Arbeit. Entscheidungsträger erhalten durch den Kennzahlenvergleich steuerungsrelevante Struktur-, Fall- und Finanzdaten. Die gemeinsame Arbeit im Projekt zielt darüber hinaus auf einen verbesserungsorientierten Austausch und eine transparente Darstellung des Leistungsgeschehens Klick

Anlässlich der Gedenksitzung des Landtags am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, sprach sich Landtagspräsident Joachim Mertes für ein Gedenken, das in die Zukunft wirkt, aus. Der Historiker Götz Aly führte in seiner Gedenkansprache aus, dass die NS-Führung ihre Verbrechen schrittweise gesteigert habe, um die Reaktionen in der Bevölkerung abzuschätzen: "Wer zulässt, dass die eigene an Schizophrenie kranke Tante in der Gaskammer stirbt oder der fünfjährige spastisch gelähmte Sohn die Todesspritze erhält, den wird das Schicksal der als Welt- und Volksfeinde verfemten Juden nicht kümmern".

Das Landesgesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen sieht vor, dass die Landesregierung alle zwei Jahre einen Bericht zur Lage von Menschen mit Behinderungen vorlegt und darin über die Umsetzung des Landesgesetzes zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz informiert.Infos: Klick

Immer mehr Menschen werden wegen einer psychischentine Störung ins Krankenhaus eingewiesen. Weil die Deutschen depressiver schizophrener, gestörter werden? Nein, der Fehler liegt im System. Die Kliniken verdienen prächtig an den Patienten auf Station – im Schnitt 250 Euro am Tag. Dabei gibt es längst alternative Modelle. Doch die Krankenkassen verweigern sich der Erkenntnis, dass man viele seelisch Kranke am besten zu Hause behandeln kann. Und die Bundesregierung will aktuell gemeinsam mit den Kassen ein Modell durchdrücken, das die schlechten Zustände zementiert. Experten räumen ein, dass in Deutschland mehrere hunderttausend Psychiatriepatienten aus finanziellen Gründen in Kliniken gehalten werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) hat gemeinsam mit der Gesundheitsstadt Berlin e.V. die Universität Leipzig beauftragt, eine Studie zur Arbeitssituation von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland zu erstellen. Die Studie stellt u.a. fest, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind und die breiten Angebote zur beruflichen Rehabilitation nicht ausreichend bei den Betroffenen ankommen würden.Infos: Klick (pdf)

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen (BAG-if) vertritt die Belange der Integrationsfirmen im Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie berät auf allen Ebenen Behörden und Leistungsträger in Fragen der Beschäftigung von Menschen mit schweren Behinderungen. Die BAG-if arbeitet eng zusammen mit den Integrationsämtern und deren Bundesarbeitsgemeinschaft, den Agenturen für Arbeit, den Sozialhilfeträgern sowie sozial engagierten Stiftungen.

2014 wurde Deutschland begutachtet, der über den Link abrufbare Bericht der UN-BRK-Kommission ist ein spannendes und durchaus radikales Dokument. Unter anderem stützt er alle Bemühungen zur Ambulantisierung und De-Institutionalisierung sowohl der Behandlung als auch der Eingliederungshilfen zum Wohnen und Arbeiten. Leider nur in englischer Sprache: Klick

Am 29.01.2015 hat in Stuttgart (GENO Haus) die Fachtagung "Neue Perspektiven für die Gemeindepsychiatrie - Baden Württemberg bekommt ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz" stattgefunden. Die Tagung wurde von den kommunalen Landesverbänden, dem KVJS und der Liga organisiert und stieß dabei auf eine sehr große Resonanz bzw. war überbucht. Längst nicht alle Interessenten konnten an der Tagung teilnehmen. Auf der Liga Homepage ist nun die umfangreiche Dokumentation der Tagung eingestellt. Sie finden dort u.a. die Dokumentation der Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppen, die Manuskripte und die Redebeiträge der Referenten als Videodokumentation.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, präsentiert in seinem Bericht Ergebnisse zur Situation von Leistungsempfängern im Sozialgesetzbuch II (SGB II), die von psychischen Störungen betroffen sind: Klick

Achtung der Selbstbestimmung und Anwendung von Zwang bei der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen-Eine ethische Stellungnahme der DGPPN: Klick (pdf)