Denkanstöße

Das Bundesjustizministerium teilte diese Haltung und legte auf der Grundlage des Abschlussberichtes einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörden vor. Das Betreuungsbehördenstärkungsgesetz fokussierte die Vermeidung rechtlicher Betreuungen und nicht die Veränderung oder Nachjustierung der rechtlichen Betreuung an sich. Auch in ihrem ersten Staatenbericht zur UN-Behindertenrechtskonvention, beschlossen vom Bundeskabinett am 3. August 2011, vertrat die Regierung die Auffassung, es bestehe kein gesetzgeberischer Handlungsbedarf im Hinblick auf das deutsche Betreuungsrecht.Klick

Am 18.5.2017 hielt Landtagspräsident Hering einen bemerkenswerten Vortrag bei der Festveranstaltung "70 Jahre Verfassung für Rheinland-Pfalz". Wir haben diesen Beitrag erhalten und möchten diese Rede allen Bürgern zugänglich machen. Herr Hering ging nicht nur auf die Entstehung der Verfassung ein, sondern auch auf die Grundpfeiler: Artikel 3 "Das Leben des Menschen ist unantastbar"; Artikel 6 „Jedermann hat Anspruch auf einen gesetzlichen Richter.

Statt Psychotiker oder schwer Depressive hinter Klinikmauern zu sperren, konnten Ärzte sie seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit Medikamenten behandeln. Raus aus der Isolation, zurück ins Leben – die starken Nebenwirkungen schienen dafür als Preis nicht zu hoch. Doch dieser Konsens bröckelt, seit immer mehr Kritiker behaupten, die Substanzen würden nicht wirken Klick
Vor diesem Grund hat der LVPE RLP e.V. Aufklärungsbögen für Neuroleptika in normaler und leichter Sprache erstellt. Einsehbar auf dieser Homepage unter "Aufklärungsbögen".

Der LVPE RLP e.V. ist neben 11 Organisationen an der Inititative "Die Pfalz macht sich/dich stark" beteiligt. Hier der Link zu dieser Seite http://www.resilienz-pfalz.de/ , mit einem sehr schönen Comic zum Thema "Was sagen die Pfälzer zum Thema Resilienz".

Die Ärztezeitung hat eine Aussage im Armutsbericht des Paritätischen aufgegriffen: Psychisch Erkrankte sind besonders von Armut bedroht. Sie erhalten anbei den Link zum Artikel der Ärztezeitung: Klick und weiter den Link zu der entsprechenden Passage im Armutsbericht. Klick

Insbesondere in stationären Einrichtungen sind Maßnahmen zu beobachten, die aufgrund ihres Zwangscharakters einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Person darstellen, sodass sie in besonderem Maße ethisch und rechtlich rechtfertigungspflichtig sind. Dazu gehören u.a. die freiheitsentziehende Unterbringung von Personen in Kliniken und anderen stationären Einrichtungen, die unfreiwillige Behandlung psychischer und somatischer Erkrankungen, die medikamentöse Ruhigstellung bei herausforderndem Verhalten sowie freiheitsentziehende Maßnahmen wie der Einsatz von Bettgittern oder Fixierungsgurten und strukturelle Zwänge: Klick

In mehreren Ländern seit der Finanzkrise steigenden Selbstmordraten, diesen Daten kann die Biomedizin aber mit nichts begegnen. Viele dieser Menschen werden durch individuelle Verarmung und die Zerstörung sozialer Strukturen in den Tod getrieben – und können dabei noch nicht einmal etwas für die Krise. Viel versprechende Ansätze gibt es zur Genüge, werden aber oft nicht finanziert; stattdessen wirft man riskanter Grundlagenforschung die Milliarden hinterher, die bestenfalls in der fernen Zukunft einen Nutzen erzielt.Klick

Mirko Ološtiak-Brahms führte mit Prof. Dr. Volkmar Aderhold ein Radiointerview. Jetzt ist das Interview als pdf-Datei nachlesbar. Volkmar Aderhold hat in Deutschland nicht nur die Debatte über Schäden und verkürzte Lebenserwartung durch Neuroleptika angestoßen hat, sondern hierzulande auch durch Seminare, Fortbildungen und Vorträge die Konzepte der Bedürfnisangepassten Behandlung und des Offenen Dialog voranbringen will: Klick

In Deutschland hat sich - einer OECD-Studie zufolge - die Zahl der Verschreibungen von Antidepressiva deutlich erhöht - von knapp über 20 Tagesdosen je 1000 Einwohner im Jahr 2000 auf 50 Tagesdosen je 1000 Einwohner 2011. Gleichzeitig sind Therapieplätze knapp. Während Medikamente also immer häufiger gegeben werden, ist Zuspruch schwer zu finden.

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