Krankheitsbilder

Die Antriebsstörung bei der Depression äußert sich als erstes durch Apathie, Lust- und Interesselosigkeit, was bis in die  Psychomotorik hinein reichen kann und dann als gehemmt-depressives oder gehemmt-ängstliches Bild sich zeigt in Form der psychomotorischen Verlangsamung mit wenig Mimik und Gestik, langsamem Bewegungsablauf, gebundener Haltung bis zur Erstarrtheit im depressiven Stupor. Die andere Seite der Antriebsstörung ist die innere Unruhe, die umschlägt in eine äußere Agitiertheit, häufig mit Angst verbunden.

Als psychogene Depressionen werden solche depressiven Zustandsbilder bezeichnet, die durch nachvollziehbare, mehr oder minder bewußte, akut eingetretene oder langandauernde Ereignisse oder und chronische Belastungen ausgelöst werden. Hierzu werden die reaktiven Depressionen,, die depressiven Entwicklungen unter chronischer emotionaler Dauerbelastung (z.B. chronischer Ehekonflikt, chronische Überforderung in doppelt abhängigen Positionen) sowie die neurotischen Depressionen gezählt, die aus der frühkindlichen Entwicklung des Patienten verstehbare und ableitbare Erkrankungen sind, die in einer aktuellen Auslösesituation wieder aktiviert werden (Schlüssel-Schloß-Prinzip).

Depressives Kranksein bedeutet heute nicht mehr ausgeliefert sein an eine Erkrankung mit einer hohen Suizidmordalität und Selbstgefährdung. Sowohl den Betroffenen als auch für dessen Partner und Familie stehen eine Reihe von hilfreichen psychiatrisch -psychothrapeutischen  und psychosozialen Möglichkeiten zur Verfügung, die angeboten, genutzt und in Anspruch genommen werden müssen. Dabei handelt es sich sei der Behandlung einer Depression häufig um längerfristige Behandlungsansätze, die Patient, Partnerschaft und Umfeld, Arbeitssituation, Lebens- und Wohnsituation miteinbeziehen.

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