Krankheitsbilder

Die Neuroleptika vermögen die Symptome der Schizophrenie zu lindern und helfen, ein weitgehend „normales“ Leben zu führen. Dadurch, daß sie Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen verringern, verhelfen sie dem Patienten zu einem klareren Denken und besserer sozialer Beziehungsfähigkeit. Neuroleptika sind wertvolle Heilmittel und haben eine wirksame Behandlung der Schizophrenie erst möglich gemacht. Sie können und wollen aber die Psychotherapie sowie sozialtherapeutische Hilfemaßnahmen nicht ersetzen. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit in der Behandlung von Schizophrenien ist aber mittlerweile so gut belegt, daß sie aus der modernen Psychiatrie nicht wegzudenken sind.

Gerade bei psychisch auffälligem Verhalten einer Person sind Angst und mangelndes Verständnis dominante Gefühle. Während bei anderen Krankheiten, wie z.B. Krebs, dem direkt Betroffenen viel Verständnis entgegengebracht wird, ist die Haltung gegenüber psychisch Erkrankten oft distanziert und abweisend. Schizophrenie ist eine Krankheit, die heute wirksam behandelt werden kann und weder durch Erziehung noch aus eigener Schuld provoziert wird. Schuldgefühle und Schuldzuweisungen sind deshalb fehl am Platz.

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