Wissenswertes

In einem Vortrag in Ingelheim, am 13.12.2016, präsentierte Volkmar Aderhold nicht nur die Risiken und Nebenwirkungen der Akut- und Langzeitbehandlung, sondern er zeigt auch Lösungen in der Sozialraumbehandlung auf. Gerade bei der großen Bedeutung der Medikamente in der Behandlung von seelischen (psychischen) Erkrankungen spielen die Nebenwirkungen (Dyskinesien) eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund ist eine kritische Betrachtung des bisherigen Umgangs mit Psychopharmaka dringend notwendig. Die Informationsveranstaltung war für 120 Minuten geplant und dauerte wegen der lebhaften Diskussion 180 Minuten. Klick (pdf)

Der Gesetzentwurf zielt nach Angaben der Bundesregierung auf die Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen ab. Ziel sei es, die sektorenübergreifende Behandlung in der psychiatrischen Versorgung zu fördern sowie die Transparenz und die Leistungsorientierung der Vergütung zu verbessern. Klick (pdf)

Eine Woche lang besuchte eine Journalistin die Station "Weddinger Modell" in Berlin. Der Bericht beschreibt das Innenleben auf einer offenen und zeitweise geschlossenen Station, der zwischenmenschlichen Begegnungen von Betroffenen, der Pflegekräfte und Ärzte. Auch werden die subjektiven Erfahrungen der Menschen beschrieben und deren aktuelle Auswirkungen, welche Möglichkeiten der Reaktion das professionelle Personal hat und wie mit diesen Ausnahmezustände umgegangen wird.Klick

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Möglichkeiten einer medizinischen Zwangsbehandlung ausgeweitet. So kann eine zwangsweise Behandlung von Patienten auch dann zulässig sein, wenn diese nicht in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht sind. Das gebiete die staatliche Schutzpflicht, wenn Hilfsbedürftige keinen freien Willen mehr bilden können. Die Karlsruher Richter ordneten eine entsprechende Übergangsregelung an und forderten den Gesetzgeber auf, "die festgestellte Schutzlücke unverzüglich zu schließen. Klick

In einer Patientenverfügung können Menschen festlegen, wie lange und wie sie behandelt werden wollen. Darin müssen sie möglichst konkret sein: Nur zu sagen, dass "keine lebenserhaltenden Maßnahmen" gewünscht sind, reicht nicht aus, entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Bindend seien die Festlegungen nur dann, wenn einzelne ärztliche Maßnahmen genannt oder Krankheiten und Behandlungssituationen klar genug beschrieben würden, urteilten die Karlsruher Richter. Klick (pdf)

Beim Fachtag der DGSP BW, am 1. July 2016, hielt Dr. Heinz Kammeier einen vielbeachteten Vortrag zu "Gemeindepsychiatrie + Forensik". Er beleuchtet nicht nur die rechtliche und therapeutische Situation der Forensik im Hinblick auf die UN BRK und die Bundesgesetze, sondern er ordnet die Entwicklungsschritte der Forensik auch historisch ein.Klick (pdf)

Der Bundestag hat am 19. Mai 2016 folgenden Referentenentwurf zur "Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen" beschlossen. Das Gesetz soll am 1.1.2017 in Kraft treten.Klick (pdf)

Wissenschaftliche Studien zur Reduktion von Psychopharmaka sind zu begrüßen. Solche Studien liefern entscheidende Argumente in der Auseinandersetzung mit einer medikamentenärmeren Behandlung von Krisen. Hier hat der Fachausschuß Psychopharmaka der DGSP eine Stellungnahme verfasst: Klick (pdf)

Anlässlich der jüngst beschlossenen Koalitionsverträge in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt veröffentlicht die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eine aktuelle Auswertung dazu, ob die Koalitionsverträge der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in einigen zentralen Aspekten Rechnung tragen. Die Monitoring-Stelle hatte bereits im Vorfeld der Wahlen am 13. März dazu aufgefordert, die Umsetzung der UN-BRK entschlossen auf die politische Agenda zu setzen.

2008 hat Franz-Josef Wagner in seinem Aufsatz "Liebe, Lust, Leidenschaft und Schizophrenie - ein anderes Erklärungsmodell": Klick den Oxytocinspiegel in seiner Biographie beleuchtet, dieser Beitrag wird seit Jahren verstärkt auf der Homepage nachgefragt. Er kam in seiner subjektiven Betrachtung auf ähnliche Ergebnisse. Jetzt veröffentlichte Stefanie Kara in der Zeit-Online vom 14.3.2016 den Stand der Wissenschaft: Klick

Inhalt abgleichen