In der Kunsttherapie geht es darum, ein Objekt zu produzieren, es vor sich hinzustellen, es anzuschauen und unbewusste Gestaltungen erlebbar zu machen.
Neurolinguistische Kunsttherapie ist eine Variante der NLPt, bei der kreatives bildnerisches Gestalten zur Vertiefung und Verstärkung innerer Bilder genutzt wird. Andererseits ermöglicht die äußere Darstellung innerer Prozesse eine größere Distanz zum Geschehen und einen neuen Blick auf eigene Optionen. Die Gestaltung wird zu einem direkten und anschaulichen Gegenüber - und zu einem Spiegel. Sie fordert die Verwandlung und bietet die Chance zur Veränderung. Ein Bild oder eine plastisch gestaltete Skulptur kann Menschen helfen, neue Struktur in einer als chaotisch erlebten Innenwelt zu entwickeln. In der NLKt werden Objekte nicht gedeutet. Der Schaffende ist der Fachmann für sein Produkt und die Arbeit besteht darin, dass er sein Werk in all seinen Aspekten und Phänomenen erkennt und dass in Besitz nimmt, was ihm seit jeher gehört.

Das NIG ist eine Psychotherapie mit bildnerischen Mitteln.

Es handelt sich um eine Integration kunsttherapeutischer Elemente in systemisches Vorgehen, regt zu therapeutischer Kreativität und zum schöpferischen Umgang mit den eigenen Ressourcen (Kraftquellen) an.
NIG enthält Elemente des NLP, der Kurztherapie, der Familientherapie, dem Familienstellen, der Kunsttherapie und der Körperarbeit.
NIG ist keine geschlossene, sondern offene Methode, die aus dem Zusammenfließen verschiedener Therapierichtungen entstanden ist, die alle eines anstreben:

  • Selbstregulation,
  • Lösungsorientierung,
  • Veränderung des Bezugsrahmens und
  • Konstruktion neuer Wirklichkeiten.

NIG sucht die Verbindung zum letztlich unbekannt bleibenden Unbewussten herzustellen, das in uns und zwischen uns allen gestaltend am Werke ist, um das Leben (wieder) zu erfüllen. Es kommt darauf an, diese Verbindung herzustellen, zu pflegen, zu schützen und zu stärken.

Das plastische Gestalten ist ein aus der Bildhauerei entwickeltes therapeutisches Verfahren. Meist wird mit Ton gearbeitet, aber auch mit Holz, Stein, Wachs, Gips oder Sand.

Der Patient lernt bewusst und kreativ mit den gestaltenden Kräften seines Leibes und seiner Seele umzugehen.

Immer wenn es im Zusammenhang mit Krankheiten oder Krisen um die Ordnung, Abgrenzung und innere Orientierung geht, stellt Plastizieren ein sinnvolles Therapieangebot dar.