Sie richtet sich an eine Altersgruppe ab etwa sieben Jahren, lässt sich aber auch effektiv bei Erwachsenen einsetzen.
STI wird bei klar umrissenen Traumata eingesetzt, die dem Kind bewusst sind. Die Methode setzt an den zwei Grundproblemen traumatischen Erlebens an: Der Zerstörung des subjektiven Sicherheitserlebens und der Fragmentierung der Wahrnehmungen und Erinnerungen.
Mittels eines genau vorgegebenen Weges wird die ursprüngliche Wahrnehmung eines traumatischen Erlebnisses rekonstruiert und bewältigt.

Künstlich aufspalten und Stück für Stück wieder zusammenfügen -
Es wird auf einer „Brücke“ gearbeitet, die sich von einem sicheren Ausgangspunkt zu einem sichern Endpunkt spannt.

Die Wirkmechanismen der STI sind:

  • Sicherheitserleben aufbauen
  • Von der künstlichen Desintegration zur Integration voranschreiten
  • schonende Konfrontation mit dem Erlebten

.. lösungsorientiert – ressourcenfokussiert – systemisch – hypnotherapeutisch – psychomotorisch - ein wenig psychodramatisch - gestalttherapeutisch ...

Kinder und Jugendliche brauchen einen kreativen Erlebnisraum.
Neugier, Kreativität, Lernbereitschaft, magisches Denken, Imaginationsfähigkeit werden in der Kinder-Therapie als natürliche Aspekte kindlicher und jugendlicher Entwicklung zur Aufarbeitung und Heilung genutzt.
Spielen, Malen, Basteln, Märchen, Zauberer, Handpuppen und Clowns können eine Rolle spielen und zur Seele und zu den Problemen der Kinder führen und so natürlich auch zu den selbst erprobten Lösungen.

"mehr Tun und Erleben statt zuviel Reden und Denken"

Ein wesentliches Ziel dieser Methode ist es, neue Erlebnis- und Erfahrensmöglichkeiten für die Kinder zu schaffen. Durch Interventionen auf der körperlichen und emotionalen Ebene können bestimmte Stimmungszustände provoziert werden, die ihrerseits Veränderungen auf der kognitiven und der Verhaltensebene nach sich ziehen.

Es geht um:

  • Herstellung einer Verbindung von Kopf und Körper,
  • Aufbau einer Übereinstimmung von Innen und Außen,
  • Nutzung verschiedener Erlebnisebenen,
  • Nutzung mehrerer Sinneskanäle und
  • Förderung von Leichtigkeit, Mühelosigkeit, Spaß und Lebendigkeit in der Therapie.

Die Identifikation mit Märchenfiguren fördert das Selbstbewusstsein. Durch die bildhafte Kraft der Märchen - die gute Fee, der schlaue Fuchs oder auch der Drachentöter - können innere Konflikte erkannt und überwunden werden.
Märchen wirken mit Hilfe von Symbolen hilfreich und schützend auf das Unterbewusstsein. Auf welche Weise die Symbole die Kinderseele schützen können, zeigen beispielsweise Märchen, die sich mit dem Inzestthema auseinandersetzen.
Ein Trauma, über das ein Kind wahrscheinlich nicht freiwillig reden würde. Aber über die verschlüsselten Bilder eines Märchens ist eine Konfrontation möglich. Die Bilder erzählen die Geschichte des Kindes und dennoch ist es nicht das Kind selbst, dem das gerade passiert. Es kann über die Märchenfiguren reden, ihnen seine Empfindungen und Ängste in den Mund legen, ohne das Gefühl zu haben zu viel von sich preiszugeben. Das Märchen wirkt wie ein Schutzschild.

bei verschiedenen Störungen scheinen klar strukturierte Programme, die am Alltagsverhalten ansetzen und natürlich auch die Bezugspersonen mit einbeziehen, besonders wirksam zu sein.
Dennoch würde ich diese Methode bei traumatisierten Kindern allenfalls als eine unterstützende hinzuziehen oder anschließen.