Ein Trauma ist ein existentiell bedrohliches und massive Angst auslösendes Geschehen, in dem wir nicht kämpfen und nicht entfliehen können, in dem wir wehrlos sind. Das können Mißbrauchserfahrungen sein, Gewalt und Vernachlässigung, aber auch Unfälle oder der plötzlich Tod eines nahen Angehörigen. Kennzeichnend für diese Situationen ist, dass wir uns dabei schutzlos ausgeliefert und hilflos fühlen. Es ist, als würden wir in dieser Situation erstarren und unsere Seele und unsere Erinnerung zersplittert regelrecht und können das Erlebte nicht angemessen verarbeiten. So kann das Erlebte nicht heilen und zu einer „Geschichte" in meiner Vergangenheit werden.

Wenn die aktuellen Probleme von Klienten sehr eng mit traumatischen Phasen ihrer Lebensgeschichte verknüpft sind, ist man meist an die Grenzen rein verbaler oder verhaltensorientierter Interventionen angelangt. Wenn Worte nicht mehr reichen, müssen andere Veränderungsmöglichkeiten genutzt werden.
Deshalb ist reine Gesprächstherapie sowie Verhaltenstherapie meiner Erfahrung nach einfach „nicht genug", um ein Trauma aufzulösen.
Später in der Trauer- und Neuorientierungsphase dann – ja.
Auch Hypnose, EMDR, Familienstellen usw. sollten immer gut vorbereitet und vor allem eingebettet sein In eine sichere therapeutische Beziehung, die fähig ist, zu halten, aufzufangen und nachzubearbeiten.

Traumabearbeitung durch Traumasynthese mit der Screen-/Bildschirmtechnik
- erweiterte Technik nach systematischem Protokoll unter Einbeziehung negativer und positiver Kognitionen, Bewertungsskalen und Verankerungstechniken -
Diese Technik wurde ursprünglich von Luise Reddemann und Ulrich Sachsse für die Traumaexposition beschrieben und gelehrt und von Lutz Besser systematisch weiterentwickelt. Die Anwendung eines systematischen Protokolls (in Anlehnung an das EMDR-Standardprotokoll) mit Einbeziehung von Kognitionen, Affekt- und Körperwahrnehmungen, sowie Bewertungsskalen