Denkanstöße

Regionale Unterschiede psychiatrischer Erkrankungen wurden für Deutschland erstmals von der Techniker Krankenkasse öffentlich gemacht. Vergleichende regionale Analysen der Morbidität in der Bevölkerung sowie der Verteilung von Versorgungsstrukturen, Gesundheitsleistungen und deren Nutzung sind in den USA und Großbritannien bereits seit den 90er-Jahren etabliert – in Deutschland gibt es derartige systematische Datensammlungen erstseit jüngster Zeit. Es entsteht hiermit eine wichtige neue Ressource für die Versorgungsforschung: Klick

Mirko Olostiak hat mit Dr. Volkmar Aderhold am 28. July 2016 für das Radio Dreieckland ein Interview geführt, siehe Klick Download: Klick . Dr. Volkmar Aderhold, der in Deutschland nicht nur die Debatte über Schäden und verkürzte Lebenserwartung durch Neuroleptika angestoßen hat, sondern hierzulande auch durch Seminare, Fortbildungen und Vorträge die Konzepte der Bedürfnisangepassten Behandlung und des Offenen Dialog voranbringen will.

Im September 2015 fand die Fachtagung „Monetarisierung im Bürgerschaftlichen Engagement. Wie viel Geld verträgt das Ehrenamt“ in Mainz statt. In der von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement veranstalteten Fachtagung wurden Monetarisierungstendenzen im bürgerschaftlichen Engagement aus einer Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven und Motivlagen diskutiert. Die Dokumentation bündelt die wichtigen Erkenntnisse, Ergebnisse der Diskussion und die Beiträge der Veranstalter, InputgeberInnen und Podiumsgäste.Klick

Am 6.6.2016 ist der alternative Drogen- und Suchtbericht 2016 von der Deutschen Aidshilfe erschienen. Hier wird eine neue Drogenpolitik gefordert: Klick

In Deutschland gibt es – vorwiegend in der Trägerschaft der Renten- und der Krankenversicherung – ein System der medizinischen Rehabilitation, in dem Menschen Leistungen erhalten, deren Teilhabe am sozialen Leben aus gesundheitlichen Gründen bedroht oder eingeschränkt ist. Die konzeptionelle Grundlage der medizinischen Rehabilitation ist das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeiten, Behinderung und Gesundheit (ICF). Im Sozialrecht ist die medizinische Rehabilitation im trägerübergreifenden Recht im SGB IX und in den speziellen Sozialgesetzbüchern geregelt. Die Diakonie und der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe haben dazu ein Positionspapier geschrieben.

In einer Studie hat der IdEE-Verein ("Inklusion durch Experte aus Erfahrug") ermittelt, was Psychiatriegestalter von Betroffenen lernen, wenn es um spezifische Barrieren auf dem Weg zur Inklusion geht. Diese Studie hat erstmals die Themen: Angst vor Ausgrenzung, Eigeninitiative verlernt, Mehr Austausch jenseits starrer Rollen usw. zum Thema gemacht. Nahtlos fügen sich diese 35 Seiten in die aktuelle Heimdiskussion ein - lesenswert und leicht nachvollziehbar für Betroffene! Infos: Klick

Behandlungen mit Psychopharmaka können nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn zusammen mit der Behandlung auch die Umwelt und das Verhalten der Patienten stimuliert werden. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam aus klinischen Psychologen, Psychobiologen, Neurowissenschaftlern und Psychiatern. Infos: Klick

In einem mehrteiligen Medienprojekt zur Förderung der Aufklärung über psychische Erkrankungen im Bereich der Medien und des Journalismus, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit, hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit mit dem BApK und dem BPE untersucht, wie die Voraussetzungen für eine nicht diskriminierende und nicht stigmatisierende Berichterstattung über Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern sind. Die Ergebnisse liegen nun in einem Abschlussbericht vor und verdeutlichen, dass sich durch Schulung, Begegnung und Aufklärung die Medienschaffenden zu einer Vermeidung von stigmatisierenden Mediendarstellungen gewinnen lassen.

Der Kennzahlenvergleich liefert den Leserinnen und Lesern Informationen über bundesweite Trends und Entwicklungen und dient somit als Orientierungshilfe für die eigene Arbeit. Entscheidungsträger erhalten durch den Kennzahlenvergleich steuerungsrelevante Struktur-, Fall- und Finanzdaten. Die gemeinsame Arbeit im Projekt zielt darüber hinaus auf einen verbesserungsorientierten Austausch und eine transparente Darstellung des Leistungsgeschehens Klick

Anlässlich der Gedenksitzung des Landtags am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, sprach sich Landtagspräsident Joachim Mertes für ein Gedenken, das in die Zukunft wirkt, aus. Der Historiker Götz Aly führte in seiner Gedenkansprache aus, dass die NS-Führung ihre Verbrechen schrittweise gesteigert habe, um die Reaktionen in der Bevölkerung abzuschätzen: "Wer zulässt, dass die eigene an Schizophrenie kranke Tante in der Gaskammer stirbt oder der fünfjährige spastisch gelähmte Sohn die Todesspritze erhält, den wird das Schicksal der als Welt- und Volksfeinde verfemten Juden nicht kümmern".

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